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Skizzenhafter Bericht: „Religiöse Vielfalt in Berlin“. (Juli 2015)

Über Rudow, Kreuzberg, Mitte nach Frohnau (von Süden nach Norden).

1. Tag: Start der Reise, Rudow, Hinduistischer Tempel Murugan, ein durch Spenden finanzierter, bunter, freistehender Bau, eröffnet 2013.

Freundlicher Empfang an der Eingangstreppe durch unseren Guide, einen praktizierenden Hinduisten. Schuhe aus, rein in den Tempel, Erörterung eventueller Vorkenntnisse, dann ein sehr informativer Rundgang, vorbei an den verschiedenen Götter-bzw. Halbgötterschreinen.

 

Stichworte: Hinduistische Wurzeln bis zu 10000 Jahre alt, ein Hauptgott (Shiva), viele Halbgötter, viele Namen, religiöse Schriften, die Veden, in alter Sprache verfasst, viele Rituale, Einfluss und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse (Mathematik, Astronomie, Medizin) in Symbolen, Bildern, Ritualen und Architektur.

Ziel: Entkommen aus dem Rad der Wiedergeburten

Murugan - Tempel Berlin-Rudow     murugan tempel ganesha

2. Tag:  „Ein Gott“, eine Ausstellung im Bode-Museum. Ein geführter, sehr informativer Rundgang zum Thema des gesellschaftlichen Miteinanders der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam im Verlauf der letzten 2000 Jahre am Beispiel Ägyptens, vorbei an alten Götterstatuen und Vitrinen voller religiöser Artefakte, heiliger Schriften, Alltags- und Ritualgegenständen. Vergleich und Gegenüberstellung religiöser Praktiken, Vorstellungen und Gemeinsamkeiten.

Stichworte: Ein Gott, Propheten, Abraham, Moses, Jesus, Mohammed, Himmel und Hölle, Gebote, Regeln, Verbote, Toleranz, Intoleranz, Thora, Bibel, Koran, ein Leben nach dem Tod.

Ziel: Sowas wie ein Paradies

bodemuseum gruppe 

3. Tag: Kreuzberg, Islamischer Tempel, die Omar-Moschee im Maschari-Center, spendenfinanziert,  eröffnet im Mai 2010. Erst eine begrenzt informative Gesprächsrunde mit einem Mitglied dieser Gemeinde, die Informationen gingen kaum über die Entstehung der Moschee, den fünf Grundpfeilern des Islam und der Leichtigkeit dem Islam beizutreten hinaus. Danach ein Rundgang durch die Örtlichkeit, Gebetsräume und Waschraum.

Stichworte: Mohammed, Mekka, Beten, Fasten, Spenden, Schächten, Koran

maschari center minarettemaschari center vortragmaschari center waschraum 

4. Tag: Jüdisches Museum, bestehend aus einem altbarocken Teil und einem 1999 von Daniel Libeskind entworfenem Zick-Zack-Bau, dekonstruktivistische Architektur. Eine dauerhafte Ausstellung über die Geschichte des Judentums, über Juden in Berlin, über Verfolgung, Vertreibung, den Holocaust, aber auch den jüdischen Alltag, den über 600 Regeln und Geboten. Es war eine interessante und informative Führung mit vielen kleinen Anekdoten über die Regelungen in alltäglichen Bereichen wie Essen, Hygiene, Bildung, Sexualität etc.…(sehenswert).

Stichworte: Gemeinsamkeiten mit Christentum und Islam, ein Gott, Abraham, Moses…., die Thora, koschere Lebensführung…..

jued.museum von obenjued.museum front

jued.museum schabbatjued. museum innenhof

5. Tag: Frohnau, Buddhistisches Haus, erbaut 1923-26 von Paul Dahlke, erster buddhistischer Tempel Europas. Anfangs eine informative Einführung in die Grundlagen des Buddhismus, dessen Philosophie, Regeln und Anschauungen. Des Weiteren bildhafte Erläuterungen über Achtsamkeit, Gegenwart, Liebe, falschen Vorstellungen, Wille und Wiedergeburt.

Ziel: Überwindung des Kreislaufes der Wiedergeburt, Nirwana

Stichworte: kein Gott, Selbsterkenntnis, Meditation, Achtsamkeit, keine Religion, Buddha…

buddhistisches haus vortrag

Diese Projektwoche hatte nicht den Anspruch und sicherlich auch nicht die Möglichkeit, tieferen Einblick oder tieferes Verständnis in und für die einzelnen Religionen bzw. Weltanschauungen zu bieten oder gar alle der in Berlin vertretenen Religionen abzudecken, das wäre in der Kürze der Zeit schlichtweg unmöglich gewesen. Dennoch war dieses Projekt sehr interessant für alle teilnehmenden Lehrer und Kollegiaten und -Innen. Wir hatten eine sehr kurzweilige Woche und viele Anregungen für Diskussionen.

A. Hoffmann

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