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Berlin im architektonischen Wechselspiel von Tradition und Moderne

architektur 0003Eindrücke der Stadtexkursion

In den vergangenen zwei Tagen begleiteten die Kollegiat*innen des Projekts “Berlin im architektonischen Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne” Herrn Senkbeil und Frau Pradel auf einer Reise durch den historischen Stadtkern Berlins.

Es bereitete mir viel Vergnügen nachvollziehen zu können, wie sich erste Siedler in unserer heutigen Hauptstadt niederließen und wie aus einem zunächst verhältnismäßig kleinem Dorf, durch Zuwanderung eine der schönsten Großstädte der Erde entstand.
Infolgedessen betrachtete ich meinen Herkunftsort - was ihn ausmacht; warum ich mich so gut mit ihm identifizieren kann; was mich seit Jahren dort hält und was mir letztlich half die Frage zu beantworten: In welchem Berlin will ich leben?

An einem ruhigen, gelassenen, grünen Ort, an dem Geschichte bestehen darf.

Marcus Müller

Eine Hommage an die Wilhelmstadt Spandau

Wilhelmstadt - Marcus Müller (2019)

Am Ende der S5
Und am Ende der U7
Jedoch noch lange nicht am Ende
Ist mein Heimatbezirk.

Hinter der Havel gleich links,
Zwischen Pichels- und Grimnitzsee,
Liegt in einem lächelnden Dreieck
Mein Heimatbezirk.

Aufgewachsen und groß geworden,
Das Abenteuer suchend wie jagend
Und niemals fluchend noch klagend,
In meinem Heimatbezirk.

Mein kompakter Ruheort,
Mein kleiner Tempel.
Wünscht du wärst über die ganze Stadt verteilt,
Um dich mit der ganzen Stadt zu teiln’.
Doch bleib wie du bist,
Ein tugendhaftes Beispiel für andere Orte,
Zu dem ich auf ewig zurückkehren darf
Du, mein Heimatbezirk.

Wem gehört das historische Stadtzentrum?

Das historische Stadtzentrum gehört all jenen, die in Berlin leben, kurz verweilen oder aktive auf der Suche nach der Geschichte dieser vielfältigen Stadt sind.

Wem gehört Berlin?

Berlin gehört den Berliner, dabei spielt es keine Rolle, ob deine Ur4-Großeltern schon in Berlin lebten oder jemand zugezogen ist. Meiner Meinung nach ist man Berlin wenn man diese Stadt liebt und gleichzeitig hasst, sich als Gemeinschaft versteht und den Hochnäsigen mit Verachtung straft.

In welchem Berlin will ich Leben?

Ich will in einem Berlin leben, welches so vielseitig daherkommt wie die Menschen, die dieser Stadt das Leben einhauchen. Mit der typischen Priorität „Lieber alte Sachen pflegen, als nichts zu fressen, um wie ein Höfling in neuem Gefieder rumzustolzieren.“ Nicht nur die Berliner Schnauze schwindet, sondern die damit verbunden Lebenseinstellung. Ich will in einem Berlin leben, wo den Worten weniger Wert beigelegt wird, als den Taten. In einem Berlin der 1000 kleinen Städtchen.
In einem Berlin der Inspiration, des Erfindungsgeistes, des Fortschrittes und nicht der Kopie und der Jagd nach dem großen Los, auf kosten der anderen. Kurz gesagt in einem Berlin was aktzeptiert, das es ist wie es ist.

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