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Exkurs in das Museum für Kommunikation

fontane 0005Zum Abschluss des Themas „Entwicklungstendenzen der deutschen Sprache im digitalen Zeitalter“ besuchte der Grundkurs Deutsch kurz vor den Weihnachtsferien das Museum für Kommunikation.

Umgeben von der prachtvollen Architektur des ältesten Postmuseums der Welt (Eröffnung im Jahr 1898), besuchten die Teilnehmer der Exkursion zuerst die Sonderausstellung „Like you! Freundschaft digital & analog“. Hier wurde nochmals heftig über die Definitionen von Freundschaft, über das Knüpfen neuer Bekanntschaften am Kolleg, über das Überwinden sprachlicher Hürden verschiedener Mutter-, Zweitsprachen und Fremdsprachen durch die Kommilitoninnen diskutiert sowie abschließend beleuchtet, inwiefern Smartphones und soziale Netzwerke nicht nur Sprache und Kommunikation im Allgemeinen, sondern auch Vorstellungen von Freundschaft im Besonderen verändert haben. Der Umgang mit diversen Meinungen auf sozialen Medien wurde ebenso ins Auge gefasst wie kleine Zettelchen, deren witzige Botschaften im handy- und whatsappfreien Zeitalter der grauen Vorzeit den Unterrichtsalltag auflockerten („Meld dich mal, Erika! Mathe ist gerade so langweilig...“). Es überraschte wenig, dass diese Vorgänger der SMS- und WhatsApp-Nachrichten fast keinem der Kommilitoninnen mehr ein Begriff waren.

Inmitten schöner und skurriler Exponate entbrannten Gespräche zum Thema „echte Begegnungen im Vergleich zu virtuellen Begegnungen“, wobei ein Kommilitone dafür argumentierte, dass es doch heute viele Möglichkeiten gebe, digitale Brett- und Kartenspiele online zu spielen und somit Kontakt zu Freunden aufrechtzuhalten. Ein Kurskollege hob mahnend den Zeigefinger: Genau das beklage doch ein Teil der Ausstellung! Es gäbe keine echten Begegnungen mehr! Alles virtuell! Gar nichts virtuelles, sondern etwas für Hirn, Hand und Fuß stellte die abschließende Schnitzeljagd durch die Dauerausstellung dar, bei der einige spitzfindige Fragen zu verschiedensten Ausstellungsstücken und Unterrichtsinhalten beantwortet werden mussten, bevor es wieder hinaus in die wintrige Kälte Berlins ging.

Text & Bilder: M. Poredda

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