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"[...] Jedem, der sein Abitur nachholen möchte, sollte natürlich bewusst sein, dass sich Klausuren nicht von alleine schreiben, Vorträge nicht von alleine halten und man auch mal unabhängig von den Hausaufgaben in seinen Hefter (bzw. die kostenlos angebotenen Lehrbücher der Bibliothek) schauen sollte. Es gehört nicht nur zum guten Ton, vorbereitet zu erscheinen, sondern ist auch der eigentliche Sinn: Bildung."

Andrej S.

Preise, mit denen Victor Klemperer ausgezeichnet wurde

Im Jahre 1960 erhielt Victor Klemperer den F.-C.-Weiskopf-Preis.
Mit dem Preis werden Autoren ausgezeichnet, deren Werk sprachkritisch und sprachreflektierend akzentuiert ist. Der Preis ist mit 5.000 Euro (heutzutage) dotiert und wird seit 1957 alle zwei bis drei Jahre aus Anlass des Geburtstages von F. C. Weiskopf am 3. April vergeben. Der Preisträger wird durch eine unabhängige dreiköpfige Jury benannt.
Nach seinem Tod erhielt Klemperer im Jahre 1995 den Geschwister – Scholl – Preis für seine Tagebücher. Dieser Preis wurde von der Jury wie folgt begründet:


„In seinem Tagebuch, dessen Entdeckung durch die Gestapo den sicheren Tod des Gelehrten bedeutet hätte, hielt Victor Klemperer mit minutiöser Genauigkeit den unmittelbar erlebten Alltag in Dresden fest: die Entbehrungen, Demütigungen und Ausgrenzungen seiner Familie und der anderen jüdischen Mitbürger, die Frontnachrichten, Gerüchte, Witze, die Sprache der Straße und die Sprache der Propaganda, aber auch die (wenigen) heimlichen Solidaritätsbekundungen und Hilfeleistungen nichtjüdischer Mitbürger. Victor Klemperer, hochdekorierter Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg, der sich als deutscher Liberaler und Erbe der französischen Aufklärung fühlte, wurde wie viele seinesgleichen erst durch Hitler zum Juden gemacht, ließ sich aber von den Nationalsozialisten sein Deutschtum so wenig rauben wie sein großartiges Gerechtigkeitsbewusstsein oder sein ironisches Misstrauen gegen alle Formen der Re-Judaisierung und Ghettogesinnung (Nationalsozialismus, Kommunismus und Zionismus waren ihm gleichermaßen verhasst). Die nationalsozialistische Alltagsrealität in ihrer Mischung aus Angst und Idylle, Bosheit und Banalität, Mordlust und Gleichgültigkeit, unfreiwilliger Komik und bürokratischer Schikane hat Victor Klemperer in seinem Tagebuch so authentisch wie niemand sonst festgehalten: für das schlechte kollektive Gedächtnis des deutschen Volkes ist dieses Tagebuch eine ebenso unersetzliche wie erschütternde Gedächtnishilfe. Darüber hinaus ist dieses leidenschaftlich dem Leben zugewandte Tagebuch ein einmaliges document humain, das Pflichtlektüre nicht nur an deutschen Schulen sein sollte."
Quelle: http://www.geschwister-scholl-preis.de/preistraeger_1990-1999/1995/index.php
Der Preis ist mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert und wird seit 1980 in München für Bücher verliehen, die im Verleihungsjahr oder im Jahr zuvor erschienen sind. Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, ein Buch zu ehren, das „von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben."

Edmond, DaZ E-Phase 2014 (Projektarbeit)

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