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"Ich habe die Zeit auf dem VKK geliebt. Ich habe dort einen sehr guten Abschluss erreicht, trotz alleinerziehend und noch zusätzlichem Arbeiten, dies habe ich unter anderem dem sehr humanen Umgang der Lehrkräfte zu verdanken, die, wenn man das Gespräch mit ihnen wahrnimmt, für die meisten Probleme Verständnis zeigen und bereit sind gemeinsame Lösungen zu finden. Auch das Angebot an Unterrichtsfächern ist sehr vielfältig, so kann man für sich die relevanten Gebiete heraussuchen, um dann eine optimale Vorbereitung fürs Berufsleben oder das Studium zu haben."

Maurice H.

Warum war Victor Klemperer berühmt?

Klemperer fragte sich, wie die Ideologie des Dritten Reiches neue Wörter erschaffen und wie die Bedeutung schon vorhandener Wörter verändert werden konnte. Er beschreibt in seinem Buch „Lingua Terti Imperii", wie der Rassismus, der Antisemitismus und der Nationalsozialismus die Alltagsprache beeinflussten. Das Werk bezieht sich auf die Zeit von 1933-1945 und ist erst 1947 veröffentlicht wurde. Sein eigentliches Lebenswerk waren aber seine Tagebücher. Er fing schon mit dem Schreiben im Alter von 16 Jahren als Lehrling an. Klemperer hat den Lesern mit seinen Tagebüchern „die Teilnahme an einem anderen Leben und einer andere Zeit ermöglicht".

Aber er war nicht nur Schriftsteller, sondern auch „Politiker", da er 1945 in die KPD eingetreten ist. Dies begründete er mit „ich möchte für Russland sein". Er wollte etwas Neues ausprobieren, obwohl er sich nicht sicher war, ob der neue Anfang besser werden würde. Er wollte vieles in seinem Land ändern und deswegen hat er sich politisch engagiert. Dennoch war er hin und her gerissen. Klemperer kehrte zurück an die Technische Hochschule in Dresden. Da wurde er in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen und beteiligte sich an der Vereinigung der Verfolgten des Nazi- Regimes, sowie an der Gesellschaft für Deutsch- Sowjetische Freundschaft. Es scheint, als hätte er die verlorene Nazi- Zeit aufholen müssen. Das Ziel von Klemperer war es, über die Sprache der Nazis, über den Bedeutungswandel sowie über die stilistischen Erscheinungen zu berichten. In der Beschreibung von bestimmten Merkmalen der Nazisprache findet Klemperer Ähnlichkeiten zwischen der Sprache des Dritten Reiches und der Nachkriegszeit. Vieles von den nazistischen Wörtern werde noch verwendet. Klemperers politisches Ideal wäre ein Staat mit einem neuen, also antifaschistischem Wortschatz gewesen. Er war fest davon überzeugt, dass es den Nazis gelungen war, die Meinung, die Werte und sogar das Verhalten der Deutschen durch die Sprache zu manipulieren. Mit der Zeit musste er erkennen, dass die Nachkriegssprache sehr der Sprache des Dritten Reiches ähnelte. Dazu sagt er: „die ist mit Haut und Haaren übernommen worden." Das besondere an der Sprache des Dritten Reiches ist die häufige Verwendung des Superlativs. Er selbst meint dazu: „Man muss es hundertmal wiederholen: nichts nutzt sich schneller ab als ein Superlativ." Mit der Zeit wurde Klemperer auch vom Kommunismus enttäuscht und schrieb: „Ständig tiefe politische Enttäuschung. Unsere Kultur und Politik ist so dumm und verlogen." Ich bekomme den Eindruck von Victor Klemperer als einen Menschen, der immer auf der Suche war. Man kann ihn als Opfer des Krieges bezeichnen. Ihm hat eine objektive Distanz gefehlt, um die deutsche Sprache zu analysieren.
Meiner Meinung nach gelten Klemperers Tagebücher in der heutigen Zeit als ein Werk der wenigen aktiv beobachtenden Aufzeichnungen aus der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, woraus auch seine Berühmtheit größtenteils resultiert.

Anastasia P., DaZ E-Phase (Projektarbeit)

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01.05. 2017
Feiertag  (unterrichtsfrei) 
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