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"Ich habe mein Abi beim VKK abgeschlossen. Ich kenne die, die das an einem anderen Kolleg gemacht haben, Leute, die zum VKK von anderen Kollegs gewechselt haben und andere, die vom VKK gegangen sind. Wie viele Menschen, so viel Meinungen. Meine Freundin z.B. hat das Treptow-Kolleg besucht, mich aber hat sie zum VKK geschickt. Ich habe auch nicht gefragt warum, sie hatte bestimmt einen Grund dafür und es tut mir überhaupt nicht Leid. Ich habe gute Freunde gefunden, tolle Lehrer kennengelernt, eine schöne Zeit verbracht und dafür mein Abitur am Ende bekommen. Ich stehe auf ein familiäres Umfeld und wer das gar nicht braucht, kann ruhig ein anderes Kolleg für sich finden. Alles Gute!"

Stemm A., 14.7.2015

Die Biographie von Victor Klemperer - einmal anders erzählt

Die Handlung findet morgens in der Bibliothek statt. Katharina trifft die grübelnde Natalya.
„Was machst du?"
„Ich beschäftige mich mit der Biografie von Victor Klemperer – meinen Hausaufgaben – !" antwortet Natalya, ohne Katharina anzuschauen.
„Victor Klemperer?" nachdenklich ... „Wer ist das? Ich kenne nur ein Kolleg mit dem gleichen Namen. Kannst du mir vielleicht etwas über ihn erzählen?"
„Ja, natürlich. Victor Klemperer wurde am 9. Oktober 1881 in Landsberg an der Warthe als achtes Kind eines Rabbiners geboren." beginnt Natalya.
„War er Jude?" fragt Katharina überrascht.


„Ja, er war Jude, aber innerlich hat er sich immer als Deutscher gefühlt! – Aber zurück zu seinem Leben: Die Familie siedelte nach Berlin über, als er neun Jahre alt war. Wie auch seine älteren Brüder besuchte er das Französische und später das Friedrich-Werdersche Gymnasium. Während seiner Schulzeit hat er angefangen, seine Tagebücher zu schreiben. Seine Tagebucharbeit war die Grundlage für spätere Werke und ein wichtiges Zeugnis seines Lebens und seines inneren Widerstands gegen das Dritte Reich. – Jedenfalls verließ er letzteres Gymnasium vorzeitig ohne Abschluss und begann 1896 eine Kaufmannslehre. Seine Jugend verbrachte er im Schatten seiner älteren Brüder, die waren wohl irgendwie besser oder erfolgreicher als er. Da seine berufliche Entwicklung lange Zeit widersprüchlich und unklar war, beschreibt er selbst diese Jahre später als demütigend, auch weil er von seiner Familie abgelehnt wurde."
„Er hatte kein Abitur? Und doch ist er so berühmt geworden, dass ein Kolleg nach ihm benannt wurde?" ungläubiges Staunen bei Katharina.
„Doch, hatte er. Auf eigenen Wunsch hat Victor Klemperer 1900 das Abitur nachgeholt und begann anschließend das Studium der Philosophie und der romanischen und germanischen Philologie, das ihn im Zeitraum zwischen 1902-1905 nach Paris, Genf, München und Berlin geführt hat. Später lehrte er an der TU Dresden und ist dann am 11. Februar 1960 im Alter von 79 Jahren gestorben."
„Aha. Hat er eine Familie gehabt?"
„Ja, 1906 heiratete er die Konzertpianistin und Malerin Eva Schlemmer."
„Welche Werke kennst du von Victor Klemperer?"
„Das berühmteste Werk, welches er geschrieben hat, war LTI – Lingua Tertii Imperii. Er beschreibt dort, was so besonders an der Sprache des Dritten Reiches war und wie die Sprache die Menschen verführte. Sonst hat er eigentlich nur Fachsachen geschrieben und eben seine Tagebücher."
„Aus deiner Erzählung kann ich ableiten, dass er zwei Weltkriege überlebt hat?"
„Ja, du hast Recht. Im Ersten Weltkrieg ist er als Freiwilliger an die Front gegangen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er diskriminiert, weil er jüdischer Herkunft war. Trotzdem Klemperer in Deutschland. Irgendwie versuchte er nämlich, die drohende Gefahr der Nazis vorerst soweit wie möglich zu verdrängen ..." (Pause)
„Aber wie konnte er als Jude die Nazis überleben?" fragt Katharina interessiert.
„Naja, du musst wissen, dass seine Frau Eva nichtjüdisch war, und diese so genannte „Mischehe" schützte ihn sehr lange vor der Deportation, auch wenn es beiden dabei nicht so gut erging."
„Und nach 1945?"
„Da ist er in die KPD eingetreten und wurde sogar Abgeordneter in der Volkskammer der DDR. Er wollte sich für eine Kultur stark machen, die ganz anders und viel besser sein sollte als die „Unkultur" der Nazis. – (überlegend) – Bei der Untersuchung der Sprache dieser Zeit sind ihm wohl auch Bedenken gekommen, ob sich wirklich alles so sehr geändert habe, aber da bin ich mir nicht sicher. Jedenfalls hat er sich politisch engagiert, obwohl er doch schon ziemlich alt war, als er damit angefangen hat. Ungewöhnlich, oder?"
„Ja, schon. Aber noch eine Frage: Woher weißt du bloß so viel über ihn?"
„Ich habe eben einen Teil seiner Tagebücher gelesen. An denen hatte er doch seit seinem 16. Lebensjahr ständig weitergeschrieben."
„Jeden Tag? Oh je, das müssen aber dicke Bücher sein!" überlegt Katharina.
„Was du nicht sagst!" stöhnt Natalya.

Natalya und Katharina, DaZ, E-Phase 2014 (Projektarbeit)

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